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Freitag, den 18. Mai 201204:58 Uhr

Linker Stimmenpoker oder unsoziales Spiel?

24.01.2008, Beitrag von

KartenblattAm Vortag der Landtagswahl, am 26. Januar, veranstaltet die LINKE.Oldenburg das 1. Poker-Turnier in Kooperation mit dem zsr-Verlag, in der “Harmonie”. Um 20 Uhr beginnt das Turnier. Gespielt wird Texas Hold’em. Das buy-in beträgt 5,- Euro.

1.Preis: Eine Reise nach Berlin für zwei Personen mit Besuch des Bundestages und einem Treffen mit Gregor Gysi und/oder Oskar Lafontaine.
2. Preis: eine Reise nach Straßburg mit Besuch des Europa-Parlaments.
Anmeldung per Fax, telefonisch oder per Mail.
(Quelle: Homepage der Oldenburger Linke)
***
Das Spiel wurde um etwa 1829 von französischen Siedlern nach New Orleans in die Vereinigten Staaten gebracht. Der englische Schauspieler Joseph Crowell berichtete zu dieser Zeit, dass das Spiel mit einem Deck aus 20 Karten von vier Spielern gespielt worden ist. Die Spieler setzen dabei auf die vermeintlich beste Hand. Von dort ausgehend, breitete sich das Spiel vor allem über Mississippi-Dampfschiffe über den gesamten Osten des Landes aus. Jonathan E. Green warnte 1834 als Erster schriftlich vor dem Kartenspiel. Er bezeichnete es als Schummelspiel, dass vielen Siedlern ihr ganzes Vermögen kostete.
(Quelle Wikipedia)
***

Da kann man ja nur hoffen, dass potentielle Wähler am nächsten Tag bei den Landtagswahlen nicht auch beschummelt werden!

Wundern muss ich mich allerdings schon. Wie kann denn eine Partei, die sich Die Linke nennt, ein solch unsoziales und anscheinend amerikanisches Spiel als Turnier unterstützen?

Aktualisiert am 24. Januar 2008

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72 Kommentare zu “Linker Stimmenpoker oder unsoziales Spiel?”

  1. 1 Hans Kirchner - 24. Januar 2008 um 19:00 Uhr

    Eigenartig – was Besseres fällt der / DIE LINKE in Oldenburg nicht ein?

    Dann spielt mal schön und hofft das dadurch mehr Stimmen rein kommen !!!

  2. 2 Tony König - 24. Januar 2008 um 19:17 Uhr

    Also Herr Wege,
    die LINKE hat ja nie gesagt, dass sie ein Preisbrecher wäre oder eine caritative Einrichtung oder gar ein Sozialmäzen. Die LINKE will gewählt werden mit ihrem Arbeiter-/Arbeitnehmerprogramm… Basta!… Natürlich auch von Erwerbslosen versteht sich, so wie bei der Bundestagswahl 2005, da waren 1/4 aller Erwerbslosen für die LINKE.
    Zwar wurde mir vor Monaten seitens eines bay. LV lers erklärt, dass aber paradoxerweise nur lediglich 5 % der Mitglieder Erwerbslose sein sollen. Wen wundert’s? – Außer manchen Vertreter der LINKEN.

    Also, wenn der Groschen fällt, dann hört man das!… und haben Sie was gehört Herr Wege, in ihrem schönen Oldenburg? Kurzum, auf allen Wahlveranstaltungen der LINKEN, bei denen ich war, war die Höchstzahl der teilnehmenden Erwerbslosen eine “2″ und das teils bei zig Anwesenden. Anfahrt und Getränke sind einfach zu teuer, davon müssen ALG II ler tagelang leben und somit machen LINKE Veranstaltungen/Politik oft ohne Teilhabe derer, die sie vermeintlich vertreten zu glauben.

    Mit Gruß,

    TONY KÖNIG

  3. 3 Sozialrentner - 25. Januar 2008 um 08:01 Uhr

    Mit der Linken ins Spielcasino Bad Zwischenahn wird dann bestimmt die nächste Attraktion dieser Spielerpartei?
    Unterstützt die Spielsüchtigen oder Beitrag zur Elendvergrößerung?

  4. 4 Jürgen Noffz - 25. Januar 2008 um 11:10 Uhr

    Zocker aller Länder vereinigt euch

    Sensation
    in Oldenburg! Die Partei “Die Linke” geht neue Wege bei der Gewinnung
    von (Wähler)-Massen. Vorbild für andere Orts- und Landesverbände?
    Etablierte Parteien reagieren entsetzt!
    Glosse von Jürgen Noffz

    Um den Kampf der Wählermassen zu den
    niedersächsischen Landtagswahlen geht die Partei “Die Linke” in
    Oldenburg neue, revolutionäre Wege. Anstatt nur die etablierten
    Wählerkreise wie z.B. Arbeitnehmer, prekär Beschäftige, Erwerbslose,
    Rentner usw. für sich zu gewinnen, nimmt sie nun bisher sträflich
    vernachlässigte Wählergruppen ins Visier, z.B. die häufig zwangsweise
    im verborgenen agierenden Zocker. Aus einer Einladung der Partei “Die
    Linke”: “Am Vortag der Landtagswahl am 26. Januar veranstaltet die
    Linke das 1. Poker-Turnier in Kooperation mit dem zsr-Verlag (Anm. Ein
    Verlag der auf Poker-Bücher spezialisiert ist), in der “Harmonie”. Um
    20 Uhr beginnt das Turnier. Gespielt wird Texas Hold´em. Das buy-in
    beträgt 5 Euro. 1.Preis: Eine Reise nach Berlin für zwei Personen mit
    Besuch des Bundestages und einem Treffen mit Gregor Gysi und/oder Oskar
    Lafontaine. 2.Preis: eine Reise nach Straßburg mit Besuch des
    Europa-Parlament….”.

    Die anderen Parteien reagieren geschockt und
    teilweise entsetzt. Sie merken wie sie im Kampf um die Wählermassen ins
    Hintertreffen geraten. Wie kolportiert wird, werden sie in einem
    letzten Kraftakt auch noch einmal versuchen, bisher vernachlässigte
    Wählerkreise für sich zu mobilisieren. Die SPD wird ein Skat-Turnier
    veranstalten (wobei die Spielvariante Revolution ausgeschlossen ist),
    die CDU wird sich um die “Schwarze Peter”-Klientel kümmern, die Grünen
    werden den Oldenburger Doppelkopf-König ausspielen und die FDP zielt
    auf das erhebliche Potential der Mau-Mau-Spieler ab. Die Partei “Die
    Friesen” wird nichts machen, da Bossel-Turniere als friesische
    Nationalsportart von ihr selbstverständlich programmatisch verankert
    sind.

    Die neuartige Strategie der Partei “Die Linke” soll
    hier als Beispiel stehen. Anstatt immer nur die gleichen langweiligen
    Veranstaltungen mit den immer gleichen Gesichtern zu irgendwelchen
    abgedroschenen politischen Themen durchzuführen, endlich einmal ein
    neues Event, um neue Wählerkreise an die Partei zu binden. Deshalb:
    Zocker aller Bundesländer vereinigt Euch! Laut Gerüchten soll sich
    bereits eine AG “Rote Zocker” in der “Linken” gebildet haben.

    Die Wahlkampfstrategen der Berliner Parteizentrale
    überlegen sich, ob der Oldenburger Modellversuch nicht bundesweit
    eingeführt werden soll. Neben der Gewinnung neuer Wähler, soll bei den
    Überlegungen auch eine Rolle gespielt haben, wie man dem pietistischen
    und der Vergangenheit angehörendem Verhalten wie z.B. bei GenossInnen
    aus der Antikapitalistischen Linken (bis auf Ausnahmen) ein
    lebensfrohes Konzept entgegenstellen kann. Ausserdem könnten
    Pokerturniere und den damit verbundenen regulierten Aggressionsabbau,
    den innerparteilichen Auseinandersetzungen wie z.B. in Bremen die
    Schärfe nehmen.
    Wie zu erfahren, werden einige linke
    Zockerdissidenten nicht an der Veranstaltung teilnehmen, da sie die
    Befürchtung haben, den 1.Preis zu gewinnen und der 2.Preis aufgrund des
    fehlenden Hummeressens nicht attraktiv genug ist. Zocker aller Bundesländer vereinigt Euch!

  5. 5 Hans Kirchner - 25. Januar 2008 um 12:18 Uhr

    Hallo,
    als WASG wolten wir in Oldenburg, das eine andere Art von Politik ermöglicht wird. Die andere Art ist – dass gepokert wird. Bereits in der Vergangenheit ist so einiges verspielt worden. Deshalb verstehe ich Jürgen mit dem Slogan: “Zocker aller Länder, vereinigt Euch!!!”

    Gruß an alle

    Hans Kirchner

  6. 6 Tony König - 25. Januar 2008 um 12:22 Uhr

    Lieber Jürgen Noffz,

    ein wirklich toller Beitrag, sozusagen voll aus dem Leben gegriffen!

    Was ich im Wahlkampf von der LINKEN vermisst habe, war

    …….. FREIHEIT!
    ……………. REVOLUTION!
    …………………… und HUMMER FÜR ALLE!

    und als Werbegeschenk für jedes Neumitglied bsp. eine Digi-Cam.

  7. 7 Hans-Dieter Wege - 25. Januar 2008 um 12:40 Uhr

    Hallo Hans Kirchner! Die nicht der Linken beigetretenen WASGler sind doch wohl für Arbeit und Gerechtigkeit. Die Linke ist wohl eher für Zwillinge?
    Einmal beim Poker! Und einmal als Zwilling der SPD?
    Poker und Politpoker scheinen wirklich Schummelspiele zu sein. Ich hoffe doch sehr, dass das der Wähler berücksichtigt!

  8. 8 andreas hollweg - 25. Januar 2008 um 13:41 Uhr

    Misanthropen aller Länder vereinigt Euch.

    Der Schreiber und seine Kommentatoren sind vor allem dadurch aufgefallen, dass sie ordentlich zu meckern haben. Wo steht geschrieben, dass Linke keinen Spaß haben dürfen? Sie würden am liebsten Cola und Hamburger verbieten (weil Amerikanisch) und Erziehungscamps für die Linkspartei eröffnen.

    Leute: Nur wenn wir unsere Freude, unsere Kreativität und unseren Optimismus in Hinsicht auf ein besseres Leben in die Gesellschaft einbringen, werden wir Erfolg haben. Liebe, Lachen Phantasie.

    Der Fanatismus von Misanthropen, die alle Welt über die richtige Art zu denken belehren wollten, hat zu den größten Verbrechen geführt. Leben und leben lassen ist Euch wohl fremd. Ich bin für eine liberale, pluralistische Linke. Genau weil Ihr das nicht wollt, seid Ihr nicht mehr dabei.

  9. 9 Yliin - 25. Januar 2008 um 15:09 Uhr

    Übrigens, wenn ich mich mal dazu ganz unpolitisch äußern darf: Pokern macht übrigens wirklich Spaß. Man kann auch um Cent-Beträge oder um Chips spielen!

  10. 10 emma - 25. Januar 2008 um 15:52 Uhr

    Ich bin sehr für eine lustvolle Linke (nette Feten, witzige Widerstandsaktionen…) aber bitte nicht auf Kosten anderer (nur als B e i s p i e l: keine Saufgelage mit sexististischen Sprüchen!). Ob nun gerade Poker die richtige Freizeitbeschäftigung für Mitglieder der sich anmaßend “Die Linke” nennenden Partei ist, müssen die letztlich selbst wissen! Da mich das Wohl dieser Partei nicht mehr besonders berührt, ist es mir ziemlich egal, wie und wo sie sich blamiert! Überzeugte Kommunist-inn-en und Sozialist-inn-en, die nicht nur ein bißchen am HERRschenden System kratzen wollen, sondern es abschaffen, wissen, was sie von der sich anmaßend “Die Linke” nennenden Partei halten sollen und sollten ihre Zeit nicht länger mit der Abarbeitung an dieser Partei vertrödeln, sondern daran gehen, endlich die außerparlamentarische Opposition auf der Straße loszutreten!!

  11. 11 Hans-Dieter Wege - 25. Januar 2008 um 16:01 Uhr

    @ andreas hollweg…
    Gerade Du solltest vielleicht mal den Ball etwas flacher halten. Kein Mensch hat hier von Erziehungscamps für die Linkspartei gesprochen. Und auch gegen Spaß und Lebensfreude kann kein Mensch was haben. Aber es muss ja wohl nicht gerade ein Pokerturnier sein, auch nicht dann, wenn man anscheinend dem veranstaltenden Verlag in gewisser Weise eventuell verpflichtet ist.
    Und wenn man mal bedenkt, wieviel Unglück gerade das Glücksspiel vielen Menschen schon gebracht hat, dann darf man doch den Gegnern nicht vorwerfen, sie wären MISANTHROPEN, nämlich Menschenverachter. Eine tolle liberale und pluralistische Einstellung.
    Mit Deinem heutigen Beitrag wird mir die Richtigkeit meines Schrittes bestätigt, aus dieser Linken ausgetreten zu sein!
    Auch wenn Deine Gründe hierfür wieder einmal nicht der Wahrheit entsprechen.

  12. 12 Hans Kirchner - 25. Januar 2008 um 16:17 Uhr

    Hallo Andreas,
    gerade Du müsstest wissen, was mich motiviert hat, um gemeinsam mit vielen anderen, die WASG auf die Reihe zu bringen. Deshalb lass ich mich nicht so bezeichnen. Aus der Politik habe ich mich verabschiedet, weil ich keine von OBEN verordnete Politik mittragen möchte. Ferner wurde uns eine andere Art von Politik versprochen, dies ist mehr als reichlich demontiert worden. Ich mag halt diese Art von Politik nicht.

    Viel Erfolg auch weiterhin.

    mfg
    Hans Kirchner

  13. 13 Observer - 25. Januar 2008 um 17:21 Uhr

    Beim zwanghaften Spielen geht es häufig um mehr als nur um Geld. Spieler brauchen ganz einfach diesen Kick, um der Realität zu entfliehen. Die Wirkung ist die gleiche, als wenn man Drogen genommen hätte. Für den pathologischen Spieler ist der Spielvorgang an sich oft schon eine Belohnung. Die Folgen sind für ihn nicht von Belang. Viele verlieren dabei Freunde, Familie oder die Gesundheit. Und alle verlieren ihr Geld. Doch nur wenige finden ein Ende, denn es geht nicht darum, ob man gewinnt oder verliert. Es ist das Spielen an sich, die Tätigkeit, die die Stimmung ändert und zum Kick führt, der dem durch Drogen hervorgerufenen ähnelt.

    Das Glücksspiel mag zwar von den Problemen des Lebens ablenken, aber es lässt sie nicht verschwinden.

  14. 14 Tony König - 25. Januar 2008 um 18:43 Uhr

    zu Andreas Hollweg 25. Januar 2008 um 13:41

    Aber ganz toll, lieber Andreas Hollweg!

    “…Misanthropen aller Länder vereinigt Euch”, … zu deutsch “Menschenfeinde aller Länder vereinigt Euch”, quasi als Aufhänger und im vorletzten Satz von… “Ich bin für eine liberale, pluralistische Linke” … träumerisch dahersäuseln und dann mit der großen linken Orgasmuskeule der Allwissenheit und Unterstellung zuschlagen… “Genau w e i l I h r d a s n i c h t w o l l t, seid Ihr nicht mehr dabei” … Also, bitte zukünftig ein bißchen mehr Vorsicht bei der Vergabe von Unterstellungen. Empfehlen würde ich, die Kommentare nicht nur zu lesen, besser wäre, sie s o r g f ä l t i g zu studieren und im Anschluss daran idealerweise zu begreifen.

    Sie sind wahrlich ein Meister der schnellen Worte und griffiger/giftiger Unterstellungen.
    Ihre dreiste Unterstellung… “S i e w ü r d e n am l i e b s t e n Cola und Hamburger verbieten (weil Amerikanisch)…”, Wer will Ihnen Cola , Hamburger und dergleichen verbieten? Was wollen Sie hier unterstellen Nationalismus? Dann aber noch einen auf linken Märtyrer machen mit “…und Erziehungscamps für die Linkspartei eröffnen” … und damit kräftig auf die Populismuspauke hauen, und dem nicht genug, gleich per Superlative die ganze Partei als Verfolgte zu stigmatisieren. In diese Ecke brauchen Sie meines Erachtens nach niemanden der Kommentatoren hier zu stellen. Mich jedenfalls nicht, Herr Hollweg. Persönlich gehe ich davon aus, dass Sie kein Opfer von Verfolgung sind/waren, gerne unterhalte ich mich mit Ihnen über mein Leben; damit Sie die Menschen, für die Sie sich angeblich politisch engagieren, auch zu würdigen und respektieren wissen.

    … “Der Schreiber und seine K o m m e n t a t o r e n sind vor allem dadurch aufgefallen, dass sie o r d e n t l i c h z u m e c k e r n haben. Wo steht geschrieben, dass Linke keinen Spaß haben dürfen?” … Und wo steht geschrieben, dass NICHTLINKE nicht anmerken, kritisieren und auch ihren Spaß haben dürfen? Wo bleibt Ihre Toleranz, und vertragen Sie etwa keine Kritik/Anregungen, Herr Hollweg? Wo habe ich in meinen Beiträgen gemeckert? Im ersten habe ich Feststellungen geäußert und auf eine Problematik hinsichtlich der Teilnahme von Erwerbslosen an den Veranstaltungen der LINKEN hingewiesen, an denen Erwerbslose hinsichtlich der Kosten, mehrheitlich nicht teilnehmen können.

    Nennen Sie das meckern, Herr Hollweg? In Ihrem Statement sind Sie nur beschäftigt, sich und Ihre Positionen/Lebensanschauung darzustellen, auf die angesprochene Problematik gehen Sie nicht ein. Ganz im Gegenteil – drücken Sie dies mit platten Sprüchen weg, ignorieren dies und zeigen doch offenkundig, dass es Ihnen nicht so wichtig scheint, auch Erwerbslose dabei zu haben. Sie wollen Spaß, das ist hier angekommen!!! Im Prinzip haben Sie meinen Schlusssatz d e u t l i c h s t bestätigt.

    … “Leute: nur wenn wir unsere Freude, unsere Kreativität und unseren Optimismus in Hinsicht auf ein besseres Leben in die Gesellschaft einbringen, werden wir Erfolg haben. Liebe, Lachen, Phantasie”, … ja absolut nicht schlecht, aber in dieser Kombination eher was für die Abteilung “kiffende Blumenkinder”, “Lebenstherapie light” and so on. Dies wird als Grundformel für eine bessere Gesellschaft/-sordnung nicht reichen; denn da fehlen noch ein paar Kleinigkeiten wie Toleranz, Anteilnahme, Verständnis, Kritikfähigkeit, Mitgefühl und dergleichen mehr.

    … “Der Fanatismus von Misanthropen, die alle Welt über die richtige Art zu denken belehren wollten, hat zu den größten Verbrechen geführt.”, … meiner Meinung nach haben stets die verblendeten und fanatischen Anhänger von Ideologien/Religionen/FührerInnen/HerrscherInnen u.ä.m. diese Verbrechen mitherbeigeführt/ermöglicht und anschließend praktisch begangen.

    … “Ich bin für eine liberale, pluralistische Linke.”, … dass Sie dies wünschen, kann ich mir durchaus vorstellen, aber Sie selbst stehen dem doch praktisch mit Ihrer hier dargestellten Haltung total entgegen und unterstellen paradoxerweise uns… “Genau w e i l I h r d a s n i c h t w o l l t, seid Ihr nicht mehr dabei” … Fünf Kommentatoren hatten unterschiedliche Aspekte dargestellt, und man kann somit von einem “kleinen Pluralismus” sprechen. Nur Sie stellen sich faktisch über alle und wollen die Richtung und Wertigkeiten vorgeben/kennen. Wie war das noch mal…? … “Leben und leben lassen ist Euch wohl fremd.” … Ich denke, dies bedarf keinerlei Erläuterung mehr; denn das ist eben der Unterschied zwischen Ihren “linksdrehenden Sozialjoghurttheorien” und Ihrer persönlichen Wirklichkeit, Ihrem Handeln, Herr Hollweg.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Tony König

    D1: 0160 / 38 22 042

  15. 15 Jürgen Noffz - 25. Januar 2008 um 18:50 Uhr

    Uff, Andreas. Bei Deinem Kommentar sind Dir wohl die Pferde durchgebrannt. Ich kenne Dich eigentlich als jemanden, mit dem ich das Florett kreuzen kann, und nicht als Menschen, der gleich die Keule herausholt. Aber Dein Verhalten steht in der Tradition gewisser Teile der dogmatischen und intoleranten Linken. Kurt Tucholsky, sicherlich einer der größten deutschen Satiriker wurde von den Kulturbeauftragten der KPD in der Weimarer Republik immer hoch gelobt, bis auf den Moment, wo er es wagte, gewisse Verhaltensweisen dieser Partei satirisch, aber auch direkt anzugreifen.

    Worüber ärgerst Du Dich, und Dein Ärger muss aufgrund Deines Kommentars ja erheblich sein? Ich habe eine für mich schwachsinnige Aktion der “Linken” satirisch kommentiert. Na und? Hätte ich direkter werden sollen? Ich hätte es können! Aber Humor war und ist, und ich befürchte wird auch in Zukunft bei etlichen Teilen der Oldenburger Linken nicht vorhanden sein. Nun zu Deinen kümmerlichen Inhalten. “Wo steht geschrieben, dass Linke keinen Spaß haben dürfen?” Keiner hat geschrieben, dass Linke keinen Spaß haben dürfen. Muss es aber wirklich Pokern sein, mit allen dem Spiel innewohnenden Elementen? Wird die Linkspartei demnächst eine Veranstaltung durchführen unter dem Motto: “Wir saufen für den Frieden oder für soziale Gerechtigkeit?”

    Nun aber zu Deinen eigentlich wichtigen Aussagen. “Sie würden am liebsten… Erziehungscamps für die Linkspartei eröffnen” und “Der Fanatismus von Misanthropen, die alle Welt über die richtige Art zu denken belehren wollen, hat zu den größten Verbrechen geführt.” Das ist einfach eine Unverschämtheit. Du unterstellst den Leuten, die die Aktion, ein Pokerturnier durchzuführen, kritisieren, dass sie Lager errichten wollen und langfristig Verbrechen verüben werden. Einmal betrifft mich das persönlich, da Du weißt, ich gehöre seit über 30 Jahren einer politischen Richtung an (während Du noch in einer Studentenorganisation einer Partei warst, die den realexistierenden Sozialismus verteidigte), deren Leute in Lagern sowohl in der UdSSR, DDR, allen anderen Staaten des sozialistischen Realismus als auch in allen faschistischen Staaten ín Lager gesteckt und zum größten Teil auch umgebracht wurden. Auf der anderen Seite empfinde ich es als Unverschämtheit, Kritiker von der hier besprochenen Linken-Aktion in diese Ecke zu stellen.

    Neu ist mir, dass Du nun inzwischen für eine liberale Linke eintrittst. Vielleicht solltest Du Mitglied der FDP werden, da kannst Du den linksliberalen Flügel (falls überhaupt noch vorhanden) stärken. Liebe, Lachen, Phantasie, das wünsche ich mir auch von der Linken, allerdings ohne Pokern. Und da ich die drei Attribute in der Linkspartei und von ihr noch nie kennengelernt habe, bedaure ich es keinen Moment, nicht Mitglied dieser Partei zu sein. Dein Kommentar hat mich auch absolut in dieser Meinung bestärkt.

    Freundliche Grüße kann ich Dir nach Deinem Kommentar nicht mehr wünschen.
    Jürgen

  16. 16 Götz Holstein - 25. Januar 2008 um 19:28 Uhr

    Natürlich sollte der Mensch Spaß im Leben haben. Vielen Menschen ist der Spaß am Leben aber schon lange vergangen angesichts ihrer prekären Haushaltslage. Deswegen sind sie noch lange keine Misanthropen. Und es heißt doch: “Das Sein bestimmt das Bewusstsein.” Und ob gegenüber dem Klassenkampf von oben noch “Liebe, Lachen und Phantasie” weiterhelfen, geschweige denn “Freude, Kreativität und Optimismus?” Vielleicht; wenn man sich nicht gleich einen Strick nehmen will. Und schließlich kann man sich ja auch totlachen. Ist womöglich spaßvoller als aufhängen, dauert aber auch länger, bis man so richtig in Fahrt kommt. Ich glaube, dass Menschen, denen es finanziell nicht gut geht, eh schon eine gehörige Portion Optimismus, d.h. Zweckoptimismus, aufbringen müssen und auch Kreativität und Phantasie, um ihr Leben zu meistern und ihren Lebensmut nicht zu verlieren. Ich bin der Meinung, Linke sollten – wie andere Menschen auch – Spaß haben dürfen. “Spaß” sollte aber andererseits nicht zum Dogma werden. “Die Linke” ist schließlich kein Freizeitverein. Man darf Menschen nicht zum “Spaß haben” zwingen wollen. Und schon gar nicht sollte “Spaß haben wollen” Motiv oder Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in “DerLinken” sein. Die “Linke” muss vielmehr für alle Menschen offen sein, gerade auch für Spaßvögel und für Miesepeter.

  17. 17 Jürgen Noffz - 25. Januar 2008 um 20:17 Uhr

    Danke Götz, Du hast es auf den Punkt gebracht.

    Herzliche Grüße
    Jürgen

  18. 18 emma - 26. Januar 2008 um 13:55 Uhr

    Kein Koloss am Schloss!? Die Linke pokert um den Schlossplatz; ihre ganze Freude, Phantasie und Kreativität spiegelt sich in der Kulturlounge wieder. Teurer Spaß für die Stadt, mehr Lebensqualität für die Bürger? Ich kann darüber fast gar nicht lachen…

  19. 19 Hans Kirchner - 26. Januar 2008 um 15:07 Uhr

    Hallo

    Eine Frage bleibt offen:
    Bringt man durch Poker, Spaß und Spiel noch mehr Wähler an die Urne?

    Meiner Meinung nach “NEIN”

    mfg
    Hans

  20. 20 Franziska Wöckel - 26. Januar 2008 um 17:28 Uhr

    Oh Gott oh Gott! Die LINKE veranstaltet ein Pokerturnier, und das Geschrei einiger ist groß! Wem geht es hier eigentlich um was?

    Wissen sollte man: Besonders viel schreiben hier ehemalige Parteimitglieder, die entweder gegen den Parteibildungsprozess an sich waren (wenn es nach ihnen ginge, hätten wir mindestens fünf linke Parteien in Deutschland und nicht eine vereinigte LINKE) oder im Groll und Zorn ausgetreten sind. Und Zorn ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber!

    Vielleicht möchten die Herren auch den Alkohol verbieten oder den Genuss alkoholischer Getränke auf Parteiveranstaltungen? Natürlich aus großer Sorge um Menschen, die eventuell dem Alkoholismus erliegen könnten. Oder vielleicht auch das Lachen? Könnte ja auch gefährlich werden…

    Hier geht es nicht um eine ehrliche Sorge um die Zukunft oder Perspektive der LINKEN, denen die Herren schon längst den Rücken gekehrt haben, weil diese nicht so wollte wie sie wollten. Es geht ganz banal um persönliche Rachefeldzüge und, vor allem, um gekränkte Eitelkeiten. Schade eigentlich. ProletarierInnen aller Länder, vereinigt euch! (Man möchte für das anwesende Publikum hinzufügen: Anstatt Euch zu spalten!)

    Ich gehe jetzt zum Pokerturnier und werde meinen Spaß haben. Ein schönes Wochenende zusammen!

    Mit solidarischen Grüßen,
    Franziska

  21. 21 Hans-Dieter Wege - 26. Januar 2008 um 17:38 Uhr

    “…Cola und Hamburger verbieten (weil Amerikanisch) und Erziehungscamps für die Linkspartei eröffnen.” Vorwurf von Andreas Hollweg, Linke Oldenburg am 25.1.2007, 13:41Uhr…

    Zu diesem ungeheuerlichen Vorwurf, hier ein Hinweis zum unten aufgeführten Artikel: Es läuft auch eine Unterstützungsaktion in Deutschland. Auch im Wahlkreisbüro der Linken Oldenburg hing zu diesem Thema lange ein entsprechendes Plakat. Wenn man den unten eingefügten Artikel liest, kann man die Widersprüche des Herrn Hollweg eindeutig erkennen. Das mit den Erziehungscamps ist für mich ein ungeheuerlicher Vorwurf, der mit n i c h t s zu entschuldigen ist und dem Umgangston einer etablierten bürgerlichen Partei sehr ähnlich ist.
    Ich, als Nichtmitglied der Partei, die sich die Linke nennt, bitte auch weiterhin, die unten aufgeführte Aktion von Labour Net Deutschland zu unterstützen!

    ***Welle der Gewalt gegen Gewerkschafter

    Als Reaktion auf die Wiederaufnahme der internationalen Coca-Cola-Kampagne durch die kolumbianische Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal gibt es derzeit eine Welle von Todesdrohungen und Gewalt gegen die Gewerkschafter und deren Familienangehörige. Der letzte Fall ereignete sich am 12. Oktober 2007. Er folgt auf die Entführung und Folterung des Sohnes eines Sinaltrainal-Funktionärs am 27. September. Artikel von kanalB auf Indymedia externer Link vom 17.10.2007
    ***(Quelle: LabourNet Germany)

  22. 22 Dieter Braeg - 26. Januar 2008 um 18:57 Uhr

    Zuerst dachte ich, als ich vor Wochen die erste Ankündigung zu dieser “Pokerrunde” las, es sei ein “Grubenhund” (siehe dazu Karl Kraus). War nicht der Fall, ein Parteimensch bestätigte mir prompt, das Pokerturnier gibt es wirklich. Die Kommunisten in Graz/Österreich haben für Spielsüchtige Beratungsstellen eingerichtet, und wer Glücksspiele für harmlos hält, der sollte mal dort auf deren Homepage einige Berichte der betroffenen Männer und Frauen lesen.

    Das tägliche Leben kann gar nicht so absurd sein, dass es nicht jede Satire überholt. NOKIA, so meldet man, habe sich nicht an Subventionsverträge gehalten in Bochum, nun palavert man. Bei mehr als sieben Milliarden EUro Gewinn sind das drei Gewinntagessätze, die zurückzuzahlen wären an die NRW-Landesregierung und, wäre ich NOKIA, ich würde gleich noch zwei Millionen an die 75 unabhängigen Arbeitslosenzentren von NRW überweisen, die der Herr Arbeitsminister Laumann ab Herbst 2008 gestrichen hat und damit deren Existenz bedroht. Das Glücksspiel in Oldenburg passt zu einer Partei, die sagt, sie möchte die Gesellschaft verändern und vom Diktat des Kapitals befreien (?). Mit Pokerspiel und Pokerturnier?

    Dieter Braeg

  23. 23 Udo König - 26. Januar 2008 um 23:58 Uhr

    @Andreas Hollweg:
    Ihre Äußerungen mit den Erziehungslagern (denn “Camp” heißt nicht anderes) und mit den Misanthropen (Menschenverächtern) ist eine Frechheit ohnegleichen. Doch dies ist auch innerhalb der so genannten “Linken” (deren Mitglied ich bis 2002 war) nichts Neues.

    Von einer wahrhaft “linken” Partei hätte ich erwartet, dass sie ein Prominenten-Poker-Turnier mit einem Startgeld von 1000 Euro durchführt, deren Erlös in Gänze an Jugendeinrichtungen und Tafeln für Bedürftige gespendet wird. Wie muss sich Ihrer Meinung nach eine ALG II-Empfängerin fühlen, die ehemals Mitglied der WASG gewesen ist, wenn sie als 1. Preis damit “belohnt” wird, dass sie genau den Herren gegenübersitzen “darf”, die mit dem Verrat der WASG-Grundwerte heute im Bundestag sitzen (bei einem Einkommen von 12.000 – 18.000 Euro) ???!
    Sie sollten sich alle in Grund und Boden schämen…
    …aber selbst dazu mangelt es Ihnen und Ihresgleichen an Courage !

  24. 24 Hans-Dieter Wege - 27. Januar 2008 um 00:35 Uhr

    @Franziska Wöckel: “Warst Du es nicht, die als Kreisvorstandsmitglied der Linken, das Plakat zur Coca-Cola-Kampagne aufgehängt hat?”

    Ich stehe heute immer noch zu dieser Kampagne, und ich versuche immer noch etwas gegen Hartz IV und diese asoziale Politik der Großen Koalition zu unternehmen, auch ohne Mitglied der Linken zu sein. Ich blicke auch nicht im Zorn zurück. Ich bin einfach nur enttäuscht von der Partei, die sich die Linke nennt und ich sehe leider eine Täuschung der Wähler auf diese zukommen.

    Meiner Meinung nach sind die Forderungen der Linken auch ungeeignet, um den Sozialschwachen wirklich damit zu helfen und den Forderungen der SPD viel zu ähnlich. Und der Landtagskandidat der Oldenburger Linken, Hans-Henning Adler, sollte niemals den Verleger der Fachbücher über das Pokern, seines eigenen Sohnes als Mitorganisator eines höchst fragwürdigen Turnieres zulassen. Denn das hat mit sozialer Verantwortung absolut nichts mehr zu tun und kann einfach nur noch abschreckend wirken, und gleichzeitig entsteht wieder einmal der Eindruck der Klüngelei.

    Ich wünsche der Partei, die sich die Linke nennt, und das von ganzem Herzen, ganz genau 4,9 % bei der heutigen Landtagswahl und einen hundertprozentigen Erfolg bei der Rückgewinnung ihrer Glaubwürdigkeit und damit dann den richtigen Weg hin zu einer einheitlichen und starken Linken, die wirklich für viele Menschen eine vernünftige Alternative wird.

    Dazu wünsche ich euch viel Glück!

  25. 25 emmalein - 27. Januar 2008 um 15:22 Uhr

    @Franziska: Ich teile die ehrliche Sorge um die Perspektive der Linken. Sie haben ja Ihre ganz eigenen Erfahrungen mit einem Herren gemacht, der der Partei ganz unehrenhaft den Rücken gekehrt hat?

  26. 26 Linker Computerspezialist - 27. Januar 2008 um 18:05 Uhr

    Liebe Franzi!

    Ich als Spezialist für spezielle Fälle würde euch doch als nächste Aktion etwas völlig neues vorschlagen. Wie wäre es denn mal mit einer politischen Karaokeveranstaltung? Ich würde Dir dafür folgenden Song vorschlagen:

    “Wo mag denn nur mein Christian sein,
    in Hamburg oder Bremen?”

    Wäre doch bestimmt eine gute Idee zur Unterstützung des linken Wahlkampfes demnächst in Hamburg, oder findest du nicht?

  27. 27 Jürgen Noffz - 28. Januar 2008 um 07:44 Uhr

    Eigentlich wollte ich noch eine Antwort auf Franziskas Kommentar abgeben. Aufgrund der beiden letzen Kommentare lasse ich es. Ich weiß nicht genau, worum es bei diesen Kommentaren inhaltlich geht, ich will es auch nicht wissen. Scheinbar hat es etwas mit dem Privatleben zu tun, und das hat in einer politischen Auseinandersetzung absolut nichts zu suchen. Ich distanziere mich ausdrücklich von den Inhalten und appelliere an alle Beteiligten, die Persönlichkeit und das Privatleben bei aller, vielleicht notwendigen Schärfe in der politischen Auseinandersetzung nicht anzugreifen.

    P.S.: An die Mitglieder der “Linken”, die hier mitlesen, herzlichen Glückwunsch für Euer sensationelles Ergebnis bei den Landtagswahlen.

  28. 28 Hans Kirchner - 28. Januar 2008 um 10:56 Uhr

    Hier ging es um ein Pokerspiel und die Reaktion darauf waren schon was. Reichlich Ausrutscher!
    Was die Wahl betrifft, der Jubel ist groß, und ALLE Parteien gehen nicht darauf ein, dass fast 50 % nicht zur Urne gehen und die Zahl der Nichtwähler ständig steigt!!!

    Also – auch Poker bringt keinen mehr an die Urne.

  29. 29 Hans-Dieter Wege - 28. Januar 2008 um 12:14 Uhr

    2 Drittel der Menschen in Deutschland stehen angeblich links.
    Seit 2005 sitzen 53 Abgeordnete der Linken im Bundestag, und das einzige greifbare Ergebnis für alle Sozialbenachteiligten im Land, welches erreicht wurde, ist die Angleichung der Hartz IV-Regelsätze in Ost und West. Allerdings wohl hauptsächlich durch den Kampf der Betroffenen und die darauf folgende Empfehlung des eingesetzten Ombudsrates. Jetzt kommen noch 11 Landtagsabgeordnete der Linken in Niedersachsen hinzu.
    Die abschließende Frage hierzu darf doch eindeutig nur lauten: “Welche greifbaren Ergebnisse für a l l e Sozialbenachteiligten und die von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitnehmer werden diese 11 Abgeordneten im Niedersächsischen Landtag erreichen?” Und nur daran wird man ihre Leistungen messen können!

  30. 30 goldfrau - 28. Januar 2008 um 13:12 Uhr

    Nur zur Klarstellung: Es gab auch Frauen, die die PDS und WASG Oldenburg verlassen haben! Die meisten der Personen, die die sich anmaßend “Die Linke” nennende Partei verlassen haben, wurden gemobbt – aber deswegen sind sie n i c h t gegangen, sondern weil sie im Oldenburger Kreisverband k e i n e Perspektive für eine linksradikale Politk mehr sahen (wäre vielleicht was geworden, wenn die mindestens zehn, die im Verlauf der “Verschmelzung” leider alle einzeln austraten, sich besser für eine scharf-linke Opposition gegen den sozialdemokratischen Verschnitt des Kreisvorstandes z u s a m m e n getan hätten)! Und mal zur Klarstellung: Die sich anmaßend “Die Linke” nennende Partei ist k e i n e kommunistische! Leider! Trotzdem hoffe ich, dass sie was macht aus ihren Wahlerfolgen und gratuliere ganz herzlich der RDKP-Frau, die es tatsächlich geschafft hat, bei der sich anmaßend “Die Linke” nennenden Partei auf Platz 9 der Landesliste in Niedersachsen und nun in den Landtag zu kommen! Seit langer Zeit mal wieder eine Kommunistin in einem Westdeutschen Landtag – das hat schon was!

  31. 31 AusgeKOCHter Alhambra-Chef-Wahlboykottierer - 28. Januar 2008 um 13:57 Uhr

    Ach, Mensch, solche Miesmacher-Postings finde ich mal wieder richtig klasse, allesamt. Das Poker-Turnier war ein netter PR-Gag der Linken und hat sicherlich – wie ich hörte – einer Menge Leute Freude bereitet. Interessant ist, dass die an diesen Miesmacherkampagnen (infolge einer gelungenen Satire (!)) beteiligten Personen bis auf wenige Ausnahmen keinen nennenswerten Beitrag zum Wahlerfolg der Partei geleistet haben. Wollten sie auch nicht, was in Ordnung ist. Anstatt jedoch irgendwelche Initiativen zu unterstützen, die sinnvolle soziale Maßnahmen auf der Straße und in den Parlamenten vorantreiben, hacken sie auch noch neid- und hasserfüllt auf den wenigen (zum Glück mehr werdenden) Menschen rum, die über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen UND den Willen haben, die Situation der Erwerbslosen zu verbessern. Das ist ein wenig kontraproduktiv, vor allem, wenn sie es dem besagten Pokerbuchautor (ehemals ERWERBSLOS, soweit ich weiß!) offenkundig missgönnen, dass er es aus eigener Kraft “geschafft” hat, den Hartz-IV-Sumpf zu verlassen… mit einer cleveren Idee!

    Macht ruhig so weiter und liefert CDU und FDP die Argumente für ihre Politik der sozialen Kälte. Argumente, die ihnen ohne Euer Verhalten schneller ausgehen würden, was wiederum einen Politikwechsel ermöglichen würde.

    Ich sehe jedenfalls nichts Negatives darin, wenn sich Linke, die es sich leisten können, auch mal einen Hummer reindrücken. (Mal abgesehen von der ökologischen Problematik!) – Immerhin gerät so wieder ein wenig Geld in Umlauf. Das fließt zwar nicht immer in die Taschen der richtigen Leute, aber es fließt…

    Was erwartet Ihr? Dass irgendwelche wohlhabenden Leute kommen und sagen “Hier, Herr Wege, hier hast Du all mein Geld! Ich falle vor Dir auf die Knie aufgrund Deiner phänomenalen politischen Begabung und Deiner repräsentativen, imposanten Erscheinung! Bitte, richte über mich!”. Nope, so wird das nicht laufen. Und das ist auch gut so.

  32. 32 goldfrau - 28. Januar 2008 um 15:11 Uhr

    zur klarstellung(von wegen,nur dumm rumreden,was eingen komentator-inn-en hier vorgeworfen wird: ich habe an über 150 montagsdemonstrationen gegen hartz IV teilgenommen und hdw an über 100!!!

  33. 33 Hans-Dieter Wege - 28. Januar 2008 um 16:12 Uhr

    @ Kommentator Nr. 30..
    Es kann ja wohl überhaupt nicht Sinn und Zweck einer linken Partei sein, hier in Oldenburg als Förderer eines höchst fragwürdigen Glücksspieles aufzutreten, auch dann nicht, wenn es sich angeblich um einen äußerst “cleveren ehemaligen Hartz IV-Betroffenen” handelt, der das Glück hat, dass sein Vater einer der Kreisvorsitzenden der Linkspartei ist. Selbstverständlich ist dem Verfasser dieser fragwürdigen Bücher persönlich für die Unterstützung durch die Linke keinerlei Vorwurf zu machen. Und das hat ja auch niemand getan! Und ich habe mich hier niemals über irgendwelche Schlemmereien geäußert, wohl aber meine Meinung.

    Ich hoffe doch, diese Freiheit wollen Sie mir nicht beschneiden, denn ich bin für einen basisdemokratischen Sozialismus, der die Freiheit des Einzelnen respektiert und möglichst auch jede Zensur verbietet. Ich bin allerdings kein Befürworter des Parteienklüngels und der Postenhascherei und anderer Glücksspiele. Weiterhin warte ich auf niemanden mit dem großen Geldsack und auch auf niemanden, der vor mir auf die Knie fällt. Allerdings warte ich auch nicht auf eine linke Partei, die vor der SPD auf die Knie fällt, denn dann wird sich ja in absehbarer Zeit kaum was zum Positiven für die Menschen ändern können.

  34. 34 andreas hollweg - 29. Januar 2008 um 14:40 Uhr

    Poker ist nur ein Spiel, es wurde auf diesem Tunier nur mit Chips gespielt, wenn man eine Schachtel Zigaretten weniger raucht, kann auch ein Hartz IV-Bezieher sich den Buy-in leisten. Das ist nicht unsozial. Große Suchtgefahren gehen von einen Tunier nicht aus. Ich wollte auch niemandem persönlich unterstellen, er habe vor, die Linke zu unterdrücken. Ich fand es nur einfach merkwürdig, dass man ernsthaft über ein harmloses Spiel diskutieren muss, während gleichzeitig wichtige Wahlen anstehen.

    Hans Dieter, Du beklagst Dich, die Linke habe keine relevanten gesellschaftlichen Veränderungen erreicht, die werden wir bei den derzeitigen Kräfteverhältnissen nur mit der SPD erreichen. 75 Prozent der Arbeitslosen haben Neoliberale Parteien gewählt, sofern sie gewählt haben, stützen also die Mehrheitsparteien. Niemand hat etwas gegen eine Basisbewegung, doch die Basis ist mehrheitlich rechts von der Linkspartei. Man kann sich nicht die Basis aussuchen oder sie einfach nur herbeiphantasieren. Auch bei der Bundestagswahl, bei der es nur wenig Nichtwähler gab, gab es neoliberale 70 Prozent-Mehrheiten in der Bevölkernung und auch unter den Arbeitslosen. Erst vor diesem Hintergrund kann man eine realistische Politik denken. Ich fand es falsch im Landtagswahlkampf “Weg mit Hartz IV” zu plakatieren. Die Forderung ist naturlich richtig. Aber man verursacht eine falsche Erwartungshaltung, so als könne man auf Landesebene irgendetwas an den Hartz IV-Gesetzen ändern. Gerade weil die Glaubwürdigkeit das wichtigste Kapital einer Partei ist, darf man die formalen Ebenen im Wahlkampf nicht durcheinander bringen.

  35. 35 Hans-Dieter Wege - 29. Januar 2008 um 16:46 Uhr

    @A.H. Sicherlich fänden es die Menschen richtiger, dass die Parteien sich bereits vor den Wahlen mit realistischer Politik beschäftigen. Auch das Thema Mindestlohn ist ja wohl überwiegend ein bundespolitisches Thema. Wenn aber diese “Forderung” der SPD für sich allein betrachtet, ungeeignet und damit ja auch wohl unrealistisch ist, um die Menschen aus der Armut herauszubekommen, so muss eine neue Linke auch neue Wege gehen und bessere Möglichkeiten auch öffentlich darstellen und fordern.

    Ich halte es einfach für falsch, die Forderungen nach Arbeitszeitverkürzungen in den programmatischen Eckpunkten der Partei zu “verstecken” anstatt sie öffentlich vorzutragen. Das gleiche gilt für die Umwandlung der unsozialen 400 Euro-Jobs als Erstarbeitsverhältnis und für die Forderungen nach Abschaffung der 1 Euro-Jobs. Und selbstverständlich können auch Landespolitiker auf die Auswirkungen der Hartz IV-Gesetzgebung Einfluss nehmen. Nur sie müssen es auch wirklich wollen.

    Zu deinen Anmerkungen zur Basisdemokratie muss ich mich doch wirklich wundern. Du schreibst, 70 % der Basis stehen rechts. Vor kurzem konnte man überall noch lesen, zwei Drittel der Menschen stehen links. Doch zumindest die Basis der Linken dürfte ja wohl links stehen. Übrigens, zur Basis, bei den Wolken, steht dieser Begriff für Wolkenuntergrenze, nicht für links und nicht für rechts, ich hoffe nicht, dass die Spitzenpolitiker der Linken auch bereits wieder über den Wolken schweben. Und ein Zusammenhang zwischen Landes- und Bundespolitik ergibt sich auch immer hinsichtlich der Verbesserung der Chancen für Kinder, Jugendliche und Studierende. Denn fast nur durch die Armut der Eltern fallen auch die Chancen für diese Gruppe. Und gerade für diese Gruppe darf Politik einfach nicht zum Glücksspiel werden! Auch nicht so zum Spaß!

  36. 36 Nichtrauchender Sympatisant - 29. Januar 2008 um 17:26 Uhr

    Hallo Andreas!

    Welche Empfehlung hat du für nichtrauchende Hartz IV-Empfänger? Vielleicht zwei Tage vor Turnierbeginn das Essen einstellen? Wäre nämlich eine realistische notwendige Forderung, um das Eintrittsgeld bezahlen zu können. Sollte man aber noch was trinken müssen, dann würden wohl selbst zwei Tage nicht mehr ausreichen. So ist das nun mal, ganz realistisch betrachtet! Und da hilft einem auch das Glück beim Pokerturnier der Linken nicht!

  37. 37 Xenophon - 29. Januar 2008 um 17:52 Uhr

    Mir wurde gesagt, dass der Inhaber des Verlages, mit dem die Linke in Oldenburg das Poker-Turnier in der Harmonie einer der Söhne des nunmehrigen Landtagsabgeordneten Hans-Henning Adler sei. Ist das richtig?
    Falls ja: Wie will mein Freund Andreas Hollweg dann dem Eindruck entgegentreten, dass diese Partei in Oldenburg tatsächlich eine PR-Abteilung der Firma und Familie ihres Chefs ist?
    Ich bin auf die Antwort gespannt.

    Klaus Dede

  38. 38 Werner Lorenzen-Pranger - 29. Januar 2008 um 18:58 Uhr

    Es ist doch wohl ein schlechter Witz, oder?
    Während Ihr hier (im Ernst ???) diskutiert, ob Linke Karten spielen dürfen oder nicht, erklärt David McAllister, Parteivorsitzender der CDU in Niedersachsen, dass er die MdL der Linken auf ihre persönliche Geschichte überprüfen lassen will, um die “Hygiene im Landtag nicht zu gefährden”. DAS ist die direkte und unverfälschte Sprache der braunen Unmenschen, die Herr McAllister hier spricht!!! (Quelle: NDR / Radio Bremen)

  39. 39 Tony König - 29. Januar 2008 um 19:43 Uhr

    zu Komm. 34) Lieber Herr Hollweg,

    Was soll das sein, ein “Arbeitsloser”? Sind die etwa bunt oder spitz? Sie reden von der Partei und nochmals von der Partei und Prozenten und und… Das Wesentliche haben sie scheinbar vergessen, oder es ist nicht in Ihnen.

    Ihnen und Franziska Wöckel gebe ich bis Freitag Zeit, die Dinge hier ordentlich klarzustellen. Dann werde ich meine Sicht der Dinge darlegen.

    Freundlichst, Tony König

    Kom. 36) Nichtrauchender Sympatisant hat schon recht!

  40. 40 Hans-Dieter Wege - 29. Januar 2008 um 20:08 Uhr

    @W.L-P. Hätten Sie man bloß alle Kommentare hierzu gelesen. Leider beginnen nicht nur einige Mitglieder der CDU diese Sprache zu sprechen. Und es ging ja auch wohl nicht nur um ein schnödes Kartenspiel, auch wenn Sie das vielleicht anders sehen. Auch ein Herr Lorenzen-Pranger kann ja schließlich wohl auch mal falsch liegen!

  41. 41 Werner Lorenzen-Pranger - 29. Januar 2008 um 23:13 Uhr

    So, jetzt hab ich das alles – na ja – zumindest überflogen.
    Es geht um ein dummes Kartenspiel, meinetwegen auch um ein bisschen Wahlwerbung – was auch sonst vor einer Wahl! Und???
    Ihr führt hier eine sehr schnöselige Luxusdiskussion, die darauf schließen lässt, dass es Euch doch richtig gut geht – oder? Hartz-Betroffene seid Ihr jedenfalls nicht! Eher schon abgehobene Schwadroneure. Schade um die verschwendete Energie! :o )))

  42. 42 Tony König - 30. Januar 2008 um 01:05 Uhr

    zu Komm. 41) – Werner Lorenzen-Pranger,

    Wo waren Sie die ganze Zeit gewesen? Jemand, der 40 teils lange Kommentare überfliegt und der dann noch mit hellseherischen Blick definitiv auschließen kann, dass hier keine “Hartz-Betrofffene” vertreten sind; so jemand beeindruckt ungemein, selbst wenn er Unrecht hat. Können Sie auch beurteilen ob jemand 5, 10 oder 500 km entfernt lebt, welche Farbe das Haus hat und wie die Straße heißt?

    Also, den “abgehobenen Schwadroneur” ..(übersetzt Prahler/Wichtigtuer) gebe ich Ihnen hiermit unangetastet zurück.

    Ob ich meine Energie verschwende, braucht Sie nicht zu kümmern.

    Was die “Luxusdiskussion” anbelangt, da mögen Sie insofern mit der Bezeichnung recht haben. Lassen wir uns überraschen, wo die Reise hingeht; denn schließlich wurden hier bereits sehr gute Gedanken und ehrliche Meinungen von Mann und Frau geäußert, das verdient Respekt und Anerkennung.

    Mit Gruß,
    Tony König

  43. 43 Hans-Dieter Wege - 30. Januar 2008 um 08:46 Uhr

    @W. L-P. Sie beginnen jetzt, einfach falsche Behauptungen aufzustellen. Und damit meine ich nur ihren Kommentar mit der Nummer 41. Fühlen Sie sich durch mich in Ihrer Eitelkeit gekränkt? Das war nicht meine Absicht. Aber ich glaube, Sie sehen da einfach vieles ganz falsch, auch wenn Sie das ganz bestimmt nicht einsehen werden!

  44. 44 Werner Lorenzen-Pranger - 30. Januar 2008 um 10:05 Uhr

    Dass ich mit meinem Einwand auf herbe Kritik stoßen würde, war mir klar. Dennoch bleibe ich dabei, die derzeitige politische Situation in Niedersachsen – und anderswo – lässt solch blödsinnige Diskussionen, an jeder Sache vorbei, nicht zu.
    Wer sie trotzdem führt, darf sich nicht wundern sich mit drei oder vier Mitstreitern in aussichtslosen “Montagsdemonstrationen” in der totalen Erfolgslosigkeit wiederzufinden. Die Musik spielt längst wo anders, hier zum Beispiel: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27171/1.html

  45. 45 Sebastian Recht - 30. Januar 2008 um 10:27 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich möchte vorweg sagen, dass ich die Linke nicht gewählt habe… Dennoch haben die mit ihrem Pokerturnier einige Sympathiepunkte gemacht. Schade, dass nur 32 Leute mitgespielt haben. Es wurden anscheinend mehr Spieler erwartet. Es hat dennoch sehr viel Spaß gemacht, es waren einige harte Gegner dabei, die mir das Spiel schwer gemacht haben.

    Liebe Grüße von Sebastian Recht

  46. 46 Hans-Dieter Wege - 30. Januar 2008 um 11:45 Uhr

    @W. L-P. Die Frage zu Ihrem letzten Kommentar kann doch einfach nur lauten, ob Sie das wirklich beurteilen können, ob die Montagsdemos erfolglos sind oder nicht!
    Zumindest dienen die Montagsdemos nicht der Entsolidarisierung und werden nicht umsonst von den Behörden mit Lautsprecherverbotsversuchen überschüttet.
    Selbstverständlich wäre es besser, wenn sich immer mehr Arbeitnehmer und Erwerbslose aller Nationalitäten an diesen Protesten beteiligen würden und diese Proteste auch möglichst wieder überparteilich durchgeführt werden.
    Und ob die Musik wirklich in den Parteien spielt wage ich doch stark zu bezweifeln!

  47. 47 Spielsüchtiger Pokerbuchleser - 30. Januar 2008 um 12:12 Uhr

    Und mit dem Suchtpotential hast du vollkommen Recht! Ich war am Anfang begeistert, eine Möglichkeit gefunden zu haben, mit verschiedensten Menschen aus den verschiedensten Ländern zu spielen (spielte ja auch nur um Spielgeld), erst nach und nach ist mir das enorme Suchtpotential bewusst geworden, gemäß dem Zitat des Zauberlehrings: “Die Geister, die ich rief, werd ich jetzt nicht mehr los”.
    Hinzu kommt, dass ich einige der guten Pokerbücher gelesen habe, und mich viel über Fenrsehen, DSF und Eurosport, etc. mit den Größen in der Pokerszene beschäftigt habe. Weiter kommt das Spiel meiner Persönlichkeitsstruktur entgegen. Bin auf Spannung aus, den langweiligen Alltag entfliehen. Mache gerne etwas, das mit Action Spannung, Risiko zu tun hat. (Motorrad fahren, Paragleiten habe ich schon vernunftshalber aufgegeben); ich hoffe, ich kann beim Spielen auch wieder auf Vernunft umschalten!
    Habe jetzt 1 Woche nicht gespielt, aber jeder Tag fiel mir schwer, Geld liegt auch noch am Betreiber-Konto bzw. netteller, und vor allem war ich dabei, die Anfangsverluste der Lernphase (jedes Spiel kostet viel Geld, bis man es kann), wieder aufzuholen. Bin deshalb am versuchen aufzuhören, weil mir das zeitliche und gedankliche Ausmaß, mit dem ich mich mit Spielen beschäftige, einfach zu groß wird, bzw. wurde. Und die tägliche Verfügbarkeit bereitet mir enorme Schwierigkeiten.

    “Gott gebe mir die Gelassenheit,
    Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

  48. 48 Götz Holstein - 30. Januar 2008 um 14:26 Uhr

    Hallo Andreas,

    ich finde Deine Belehrung, “wenn man eine Schachtel Zigaretten weniger raucht, kann auch ein Hartz IV-Bezieher (…) sich den Buy-in leisten” bevormundend und eigentlich auch ziemlich unverschämt. Das solltest Du den Betroffenen gefälligst selber überlassen. Da muss ich ja annehmen, dass Du auch einer weiteren Kürzung der Hartz IV-Sätze, wie es von den Unternehmerverbänden und von einigen ihrer Günstlinge in den politischen Parteien gefordert und diskutiert wird, durchaus nicht abgeneigt bist, so quasi als Erziehungsmaßnahme und vielleicht auch als Entziehungskur für rauchende Hartz IV-Geschädigte, auch wenn Du hier das Gegenteil behauptest. Und ob “eine Schachtel Zigaretten weniger rauchen” noch sozial ist oder nicht, auch das kannst Du getrost den Hartz IV-Empfängern überlassen. Die können das schließlich besser beurteilen als Du. Das kannst Du im übrigen auch den Mitarbeitern der “Argen” überlassen, die mit Kürzungen jeglicher Art ja leider berufsmäßig beschäftigt sind. Eigentlich, finde ich, brauchst Du Dich auch gar nicht darüber beklagen, dass die Basis “mehrheitlich neoliberal” gewählt hat. Deine Einlassungen sind nicht gerade dazu geeignet, die sogenannte Basis für linke Politik zu gewinnen, nicht wegen des Rauchens, versteht sich, sondern wegen des autoritär-arroganten Gehabes, das aus Deinen Worten spricht. Im übrigen glaube ich: Die Basis hat vor allen Dingen gar nicht mehr gewählt. Wen wunderts? Und Deine Sprüche, man dürfe “keine falsche Erwartungshaltung” setzen, na, das kennt man ja nun schon seit Jahrzehnten von den selbst ernannten Realpolitikern, die den Leuten immer nur vorpredigen, was alles nicht geht, während sie im Grunde genommen doch Mensch nur weismachen wollen, dass alles nur in ihrem Sinne weiterlaufen soll. Nun gut. Du warst gegen die Plakatierung “Hartz IV muss weg”. Das steht ja nun aber im Wahlprogramm der “Linken” drin. Warum hast Du nicht lauthals dagegen protestiert? Ich kann mich nicht erinnern.

    Ich glaube, die Menschen haben durchaus verstanden, wieviel auf Landesebene gegen Hartz IV unternommen werden kann. Zumindest stellt man mit der Forderung “Hartz IV muss weg” klar, dass die “Linke” an einer Verschärfung der Hartz-Gesetze in keinem Fall mitwirken wird, dass die “Linke” Initiativen ergreifen und unterstützen wird, die auf eine wesentliche Verbesserung für die Betroffenen hinauslaufen, Verbesserungen, die am Ende vielleicht auch eine faktische Abschaffung von Hartz IV bedeuten können.

    Auf Landesebene ließe sich nichts gegen Hartz IV machen, sagst Du. Erklär mir mal das Wahlprogramm. Da steht folgendes drin: “Hartz IV muss weg”. Dieses Problem (…) kann letztlich nur durch einen Politikwechsel auf Bundesebene angegangen werden (…).

    “Trotzdem muss auch durch Maßnahmen auf Landesebene die Situation für Erwerbslose verbessert werden:
    Dazu gehört eine würdige Behandlung auch von Langzeitarbeitslosen. Vertreter der Arbeitslosen gehören in die Beiräte der ARGen. Dazu gehört die Förderung einer von der Arbeitsagentur und den ALG II-Behörden unabhängige Beratung der Erwerbslosen.“

    “Wir fordern – statt 1-Euro-Jobs – zumindest Arbeitsgelegenheiten mit Entgeltvariante (d.h. mit Arbeitsvertrag) und Nutzung weiterer arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.”

    “Wenn man alle Mittel für Erwerbslose zusammenführt (ALG II, Aufwandsentschädigung und Sozialversicherungsbeiträge bei 1-Euro-Jobs, vor allem aber die an Maßnahmeträger gezahlten Gelder, Kosten der Unterkunft), lassen sich mit wenig Mehraufwand tariflich bezahlte, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze finanzieren (…).”

    “Wir fordern deshalb die Schaffung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors mit einer Vielzahl von solchen Arbeitsverhältnissen bei Vereinen, Projekten und Initiativen im Sozial-, Umwelt- und Kulturbereich etc. So können gemeinnützige Aufgaben verwirklicht werden, die kein privatwirtschaftlicher Anbieter übernimmt.”

    Sind die genannten Forderungen im Wahlprogramm also nun auf Landesebene bei gutem Willen und entprechenden Mehrheiten umsetzbar oder nicht? Kann man Hartz IV auf Landesebene die Schärfe nehmen und dieses unrühmliche Gesetz damit zumindest ein Stück weit unterlaufen oder nicht?

  49. 49 Hans Kirchner - 30. Januar 2008 um 14:27 Uhr

    Also – die Lobgesänge auf Poker die öden mich an, ob Spielgeld oder nicht. Gibt es nicht genug gesellschaftliche Probleme, die es zu lösen gilt? Anstatt zu Pokern, sollte man sich verstärkt der Drogen- und Suchtabhängigkeiten annehmen. In unmittelbarem Zusammenhang steht Bildungspolitik und Beschaffungskriminalität, aber Poker und Spaß scheint vorrangig zu sein. Den Experten empfehle ich einmal einen Besuch zur Information in einer Jugendhaftanstalt oder bei einer Entzugseinrichtung.

    Ich stelle ich fest, das es eine Opposition der Linken zur Partei “DIE LINKE” gibt. Dies verknüpfe ich mit der Frage, ob es nicht an der Zeit ist, dass sich dieser Personenkreis einmal zusammensetzt, um konstruktiv Dinge zu erarbeiten, die uns unmittelbar betreffen. Damit wir Einfluss auf die bestehende Politik nehmen können.

  50. 50 Tony König - 30. Januar 2008 um 14:53 Uhr

    zu Komm. 44) . Werner Lorenzen-Pranger -

    Wissen Sie Herr Werner Lorenzen-Pranger, warum scharren Sie nicht im heimischen Stall die Hufe und lassen uns unsere “blödsinnigen Diskussionen” einfach führen?! Was sind Sie?Politprofi, Funktionär, der nächste Kanzler… mussan Sie kennen?

    Herr Wege hat eine Diskussion angestoßen, die mit 48 Kommentaren hier im Portal aktuell der “Rekordbrecher” ist. 2. ist Herr Wege in der sog. sozialen Bewegung bundesweit bekannt und aktiv. Ihr selbstgefälliges Gebrummel ist deplatziert, so schaut’s aus.

    Wie war das noch von Ihnen (s. Komm. 41), ** “Hartz-Betroffene seid Ihr jedenfalls nicht! Eher schon abgehobene Schwadroneure. Schade um die verschwendete Energie! :o )))**
    Erst die Leute hier aufs Übelste in aller Öffentlichkeit beleidigen, sie als “abgehobene Wichtigtuer” bezeichnen, sich dann nicht einmal entschuldigen und hier allwissend rumflöten.

    Vergessen Sie es, uns zu belehren oder maßregeln zu wollen; fangen Sie bei sich an!

    Mit Gruß an alle anderen,
    Tony König

  51. 51 Werner Lorenzen-Pranger - 30. Januar 2008 um 16:16 Uhr

    Ach, Tony König… Wer hätte ihnen denn die Diskussion verboten? Selbst wenn ich das wollte, könnte ich das? :o )))
    Ich finde es nur schade, daß sich hier einige mit billigstem Müßiggang zulasten eines an sich doch gar nicht sooo schlechten Forums die Zeit vertreiben – und das in Zeiten, die, wie ja auch Herr Wege meint – immerhin, ernst zu nehmendes Engagement erfordert.
    Übrigens, was ich ganz persönlich so an echten politischen Erfolgen, meist in der Kulturpolitik – in Göttingen z.B., verbuchen kann, das können sie öffentlich nachlesen. Auch wenn es schon etwas weiter zurück liegt. Heute würde ich auf solche Einzelleistungen nur noch setzen, wenns gar nicht anders geht.
    Ach ja, bleibt noch der Einwand, daß ich nicht weiß, ob hier in dieser speziellen Diskussion auch Hartz-Empfänger teilnehmen: Wenn ja, dann verstehe ich, wie diese speziellen Personen zu dieser Einkommensart wohl gekommen sein mögen! Wer so neben der Wirklichkeit lebt…

  52. 52 andreas hollweg - 30. Januar 2008 um 16:34 Uhr

    Hallo Götz!

    Es steht in der Tat jedem Hartz IV-Bezieher frei, sein weniges Geld entweder fürs Rauchen, für eine halbe Kinokarte oder fürs Pokern zu verwenden, wo hab ich etwas von Einsparvorschlägen geschrieben? Dass die Lebensmittelpreise stark gestiegen sind, die Mehrwertsteuer nagt, die Energiekosten und das Hartz IV insgesamt viel zu wenig ist, bestreitet niemand in der Partei, ich auch nicht. Aber wenn wegen 5 Euro Eintritt die Linke als “unsozial” gebrandmarkt wird, ist das ja wohl instrumentell moralinsauer mit dem alleinigen Zweck irgendwie ein Haar in der Suppe zu finden, weil man die Linke irgendwie nicht mag.

    Zu deinen Ausführungen zum Programm. Es ist völlig richtig, mit etwas gutem Willen und entsprechenden Mehrheiten ließe sich in Mecklemburg-Vorpommern ein öffentlicher Beschäftigungssektor von 20.000 Beschäftigten ermöglichen, und prinzipiell ist es auch richtig, dass sich die Folgen von Hartz IV ein wenig abmildern lassen. Aber es ist eben ein Bundessozialgesetzbuch BSHG und kein Landesgesetzbuch. Selbst wenn die Linke in den meisten Bundesländern die 50 %-Mehrheit hätte, käme erstmal der Vermittlungsausschuss mit CDU und SPD zum Zuge. Der Wille der SPD, die Agenda 2010, das Werk ihres Kanzlers Schröder, infrage zu stellen, ist zur Zeit kaum vorhanden. Die Abschaffung von 1-Euro-Jobs ist nicht machbar (Justiz) und nicht durchsetzbar. Man mag der Linken in MeckPomm (die übrigens kaum Stimmen verloren hat) vorwerfen, dass sie schlecht verhandelt hat, o.k. Mehr als die Reduktion der 1-Euro-Jobs ließ sich nicht durchsetzen.

    Wer vorher aufgibt, hat verloren. Man kann aber nicht Wille und Vorstellung zum alleinigen Maßstab der Wirklichkeit machen (Wie es unser Bürgermeister tut). Eben weil ich Illusionen vermeiden möchte, fand ich die DKP-Kampange schädlich und Lafontaines Ausspruch auch. Unser Programm hat völlig recht: Im Prinzip ließe sich mit wenig Mehraufwand, wenn man Hartz IV, die Mittel für ein 1-Euro-Jobs und Aufwandsentschädigungen der Maßnahmetrager zusammenführen würde, in nicht unerheblichem Ausmaß tariflich bezahlte Arbeit finanzieren. Im Prinzip. Dies ist von der SPD nicht gewollt und in Gesetzesform gegossen worden. Deshalb hat unser Programm völlig recht, wenn es heißt, die Problematik ließe sich im Wesentlichen nur auf Bundesebene lösen, was Du ja auch schreibst. Ich versteh nicht, was daran arrogant, überheblich sein soll.

  53. 53 Hans-Dieter Wege - 30. Januar 2008 um 16:53 Uhr

    @W. L-P.
    Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann schreib ich eben den größten Sch..ß!
    Pauschale Verunglimpfung ist dann immer das letzte Mittel!

  54. 54 Poker-Arbeit-und Gerechtigkeitsliebender - 30. Januar 2008 um 17:03 Uhr

    Gibt es unter Euch Spieler, die sich schon überlegt haben, ob sie Richtung Poker-Sucht tendieren?
    Ich glaube, dies ist ein Thema, über das gerne hinweg geschwiegen wird. Dennoch möchte ich es einmal thematisieren.
    Meine Situation ist folgende: Ich bin seit einigen Monaten arbeitslos und habe einfach aus Langeweile heraus begonnen, Poker zu spielen. Ich dachte mir eigentlich nichts dabei, rechnete auch nicht damit, weitere Ambitionen zu haben. Ich kaufte mir mal ein Buch, um die Regeln und die Grundlagen zu verstehen. Dann stellte sich aber heraus, dass ich wirklich einigermaßen talentiert zu sein scheine. Als ehemaliger Leistungssportler liebe ich es wirklich, gut zu sein – egal in was… Das kann schon mal krankhaft Formen annehmen.

    Dies zeigt sich jetzt halt auch im Pokern. Ich lese jedes Buch, jede Zeitschrift, ja jeden Fötzel, der Poker auch nur ansatzweise behandelt. Mein Problem ist nun nicht, dass ich mich finanziell übernehmen würde (bei Turnieren habe ich eine ausgeglichene Bilanz, bei Cashgames rocke ich richtiggehend ab), sondern dass sich alles nur noch um Poker dreht. Bücher, TV, Zeitschriften, usw. Und das den ganzen Tag. Es geht so weit, dass ich ein Buch genervt in die Ecke werfe, weil ich den Hals so richtig voll habe, aber sofort aufstehe und wieder weiterlese, da die Finger eben doch nicht davon lassen kann. Den Anspruch, denn ich an mich stelle ist klar: Ich möchte so schnell wie möglich eine Maschine werden! Nur auf die Dauer macht mich diese enorme Fokussierung müde.

    Das Problem ist nicht Poker an sich, sondern die Tatsache, dass ich ein maßloser Mensch bin. Ich war schon Alkoholiker, hatte mal ein kleines Drogenproblem, war trainingsüchtig, hatte meine Non-stop-Party-Phase, Frauen- und Sexsucht, usw. Alle diese Dinge bereiten mir keine Probleme mehr, ich kann heute beispielsweise ohne Probleme einige Bierchen trinken, ohne dass es mich wieder reinziehen würde. Alles hat sich nach einiger Zeit ohne große Umstände wieder gelegt. Es gibt ja den Spruch: Don’t hate the player – hate the game. Bei mir ist es umgekehrt.

    Was denkt Ihr über solche Phänomene? Sollte ich eine Pause machen (nun gut, Kaltentzüge haben es bei mir nie gebracht, das ging immer nach hinten los, ich habe jeweils einfach durchgehalten und gewartet, bis sich das Problem von selbst gelöst hat, bzw. etwas seine Unwiderstehlichkeit verloren hat. Ich bin mir aber auch bewusst, dass das nur ging, weil ich das Glück hatte, dass eine Handicap nie so stark wurde, dass ich ihm bis zum Exodus ausgeliefert war) oder gleich ins Kloster gehen (meine Maßlosigkeit angesprochen, hieß es auch schon, “ich sei auf der Suche…”)? Nein, ich denke, sobald ich wieder eine Arbeit habe, löst sich diese Geschichte von selber auf, aber bis dahin?!?

  55. 55 Hans-Dieter Wege - 30. Januar 2008 um 17:17 Uhr

    @Herrn Hollweg: Wenn Herr Adler meint, er müsse seinen Sohn bei der Vermarktung von Büchern helfen, die in meinen Augen äußerst fragwürdig sind, dann ist das ja eine Sache. Kann er ja als Privatmensch auch gerne machen. Als Politiker und zukünftiger Landtagsabgeordneter der Linken in Niedersachsen sollte er sich ja vielleicht etwas vorbildlicher verhalten. Glücksspiele und Glücksspielsucht und das daraus eventuell entstehende Elend, kann ja wohl niemanden den Menschen als soziale Wohltat verkaufen? Und darum ging es mir vorrangig und nicht nur um die 5 Euro Eintrittsgeld. Ist das denn so schwer zu begreifen?

  56. 56 Tony König - 30. Januar 2008 um 18:26 Uhr

    zu Komm. 51) Herr Werner Lorenzen-Pranger,

    kein Thema Ihre Erfolge, Ihre Lebensleistung wird hier durchaus zur Kenntnis genommen.

    Sie meinten, ** “Ich finde es nur schade, dass sich hier einige mit billigstem Müßiggang zulasten eines an sich doch gar nicht sooo schlechten Forums die Zeit vertreiben – und das in Zeiten, die, wie ja auch Herr Wege meint – immerhin, ernst zu nehmendes Engagement erfordern.” **

    Ihr Anliegen wird hier doch verfolgt, nur Geduld!!!! Herr Wege weiß schon was er sagt, da hab ich keine Sorge. Die Diskussion gewinnt inzwischen an Eigendynamik, kommt zu neuen Ansichten, und man spricht teilweise Tacheles. Welche Wirkung dies bereits außerhalb erzielt hat, kann man noch überhaupt nicht abschätzen.

    Ohne Ihnen nahe treten zu wollen, Sie haben meiner Meinung nach da Ihre Probleme, zum einem sich schlicht und ergreifend einfach hier zu entschuldigen, andererseits legen Sie gerade, wo Sie wieder Sympathien erlangen, mit einer dermaßen frechen Dreistigkeit nach… **Ach ja, bleibt noch der Einwand, dass ich nicht weiß, ob hier in dieser speziellen Diskussion auch Hartz-Empfänger teilnehmen: Wenn ja, dann verstehe ich, wie diese speziellen Personen zu dieser Einkommensart wohl gekommen sein mögen! Wer so neben der Wirklichkeit lebt… ** was schwer überbietbar ist.

    Was Sie hier tun, Werner, ist schlichtweg eine skandalöse Schweinerei. Sie diskreditieren hier Menschen, die vielleicht durch Krankheit unverschuldet aus dem Erwerbsleben gedrängt wurden. Sie verhöhnen sie somit indirekt krank und direkt damit Erwerbslose zu sein, mal abgesehen, dass Sie sogar ihr Lebenswerk, ihre Fähigkeiten und berufliche/n Werdegang/Position quasi im Paket gleich mit plattmachen. Von betroffenen Kindern, die für solche Situationen nichts können, ganz zu schweigen. Von oben herab lieber Werner, das haben die Leute hier (und außerhalb) nicht verdient. Sowas soll bitteschön in anderen Medien stattfinden, aber nicht hier in der Bürgerzeitung, und gerade weil Sie mir geschrieben haben… ** Übrigens, was ich ganz persönlich so an echten politischen Erfolgen, meist in der Kulturpolitik – in Göttingen z.B., verbuchen kann, das können Sie öffentlich nachlesen. ** Werner, Sie wissen was Sie tun, davon kann jetzt in erhöhtem Maße ausgegangen werden.
    ..
    Wenn Sie sich nicht innerhalb 24 Stunden entschuldigen, dann werde ich alle anderen Kommentatoren/-Innen um Unterstützung bitten, dass Sie von der Redaktion für zumindest dieses Themenforum dauerhaft gesperrt werden.

  57. 57 Hans Kirchner - 30. Januar 2008 um 18:57 Uhr

    Das mit den Büchern, das ist eeen Klopper !!!
    Drogen- und Suchtabhängige gibt es in Oldenburg mehr als reichlich. Das findet man normal, wenn man die Anleitung und Tunier gleich mitliefert ??? öööps!!!
    Erst dachte ich an einen Gag, aber es ist also mehr.

  58. 58 Der Fluppenkönig - 30. Januar 2008 um 21:11 Uhr

    @Götz Holstein: Der Kommentar mit den Zigaretten ist schon ganz richtig, das sollte man durchaus etwas weniger politisch korrekt betrachten. Die Situation der Hartz IV-Empfänger ist sicherlich alles andere als gut, aber nicht selten sieht man auch eben solche, die es sich trotzdem erlauben, sich faktisch ohne Ende ihre Lollies reinzustopfen (bis zu 2 Schachteln Kippen am Tag) und dann mit einem frenetischen Zitronengesicht den weißen Clown aus dem Zirkus Roncalli zu imitieren… Leise säuselnd, seufzend, jaulend: “Ich kann mir noch nicht mal eine Cola in der Kneipe leisten! Und Ihr seid alle Schuld, denn wenn es nur Raucher gäbe, so wäre der Regelsatz wenigstens höher!” Diese Einstellung ist doch fatal, eine echte Farce. Die beste Möglichkeit, einen Teil der Ungerechtigkeit von Hartz IV aus der Welt zu schaffen, ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Das bringt nicht nur frischen Wind in die Politik (haha), sondern auch noch locker 1/3 mehr Geld (bei einer Schachtel Kippen am Tag) und treibt AUCH noch weniger Geld in die Kassen der miesen Konzerne! Ist das nicht geil? Raucher sind neoliberal. Punkt.

    @Tony König: Immer langsam… Was hat er denn gemacht? Schwamm drüber. Statt Montagsdemos, liebe Leute, schnallt Euch doch bitte einfach einen Bauchladen um und verkauft in der Stadt Taschentücher und Erfrischungsgetränke. 50 % der Einnahmen behaltet Ihr selbst, 50 % spendet Ihr der ALSO, und die Welt ist ein Stück besser. :-)

    @Hans Kirchner: So schwarz, wie Sie die Welt sehen, wird es schwer sein, diese Farbe jemals wieder aus der Regierung zu verdrängen. Glauben Sie im Ernst, dass das Pokerturnier der Linken arme Menschen dazu verführt, suchtkranke Las Vegas-Zocker zu werden? Wieviel Selbstbestimmung braucht der Mensch? Soll die Linke jede Einzelperson schon im Vorfeld an die Leine nehmen, damit ihr auch ja kein Fehler in der Lebensplanung passiert? Nein, so ein Blödsinn. Negativlinge wie Sie sind es, die linker Politik ewig das Image von Hirngespinsten humorloser Spaßbremsen mit Betroffenheitsbonus zu verleihen. Gründen Sie bitte die WASG neu, dann kriegen Sie auch ‘nen Hummer und einen Koffer Pokerchips von mir. Die Zigaretten schenkt Ihnen Herr Holstein. :-)

  59. 59 Hans-Dieter Wege - 30. Januar 2008 um 22:31 Uhr

    Hallo Fluppenkönig!
    Dann könnten ja die so genannten Spaßbremsen praktisch alles akzeptieren, selbstverständlich nur nicht das Rauchen. Was soll denn als Nächstes von der Linken propagandiert werden? Erst das Kiffen und danach das Spritzen? Beschaffungskriminalität und die entsprechenden Anleitungen inclusive? Und anschließend dann die Hilfe durch einen Anwalt der Linken? Vielleicht sollten Sie sich nicht über die Probleme der Hartz IV-Betroffenen lustig machen, denn dazu ist die Linke ja wohl auch nicht gegründet worden? Und vielleicht sollten Sie auch mal an die Eltern denken, die sich Sorgen um die Suchtprobleme ihrer Kinder machen? Da scheinen Sie aber überall großzügig hinweg zu gehen, denn Sie sind ja keine Spaßbremse, sondern der Fluppenkönig!

  60. 60 Werner Lorenzen-Pranger - 30. Januar 2008 um 23:13 Uhr

    Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens! :o )))

  61. 61 Xenophon - 30. Januar 2008 um 23:25 Uhr

    Bei den Preußen sagte man: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Und in der Tat sollte man beides auseinanderhalten und nicht miteinander vermantschen. Als Außenstehender – und hier möge mich wieder mein Freund Andreas Hollweg korrigieren, wenn es anders sein sollte, also: Als Außenstehender habe ich den Eindruck, dass Hans-Henning Adler die Oldenburgische Linke als eine Art erweiterten Familienverband betrachtet, als deren Chef er auftritt, etwa wie Herzog Anton Günther von Oldenburg als Chef des Hauses Oldenburg. Ob das der Partei gut tut, werden wir in den nächsten vier Jahren erleben – ich habe da meine Zweifel, um das vorsichtig auszudrücken. Linke Politik, so wie ich sie mir vorstelle, sieht jedenfalls anders aus.
    Klaus Dede/Xenophon

  62. 62 Hans Kirchner - 31. Januar 2008 um 08:55 Uhr

    @Der Fluppenkönig
    Hier wird mehr wie reichlich aufgetragen, dabei gehe ich davon aus, dass DIE LINKE eine politische Partei ist und sich anscheinend zu einer Spiel- und Spaßgesellschaft entwickelt.

    Schwarzsehen scheint es zu sein, wenn man sich seit Jahren mit der Drogen- und Suchtproblematik auseinandersetzen musste. Ich möchte mal wissen, wann sich DIE LINKE damit beschäftigt hat. Man würde sicherlich anders handeln, wenn man sich damit auseinander gesetzt hätte.

    Bedingt durch die gesellschaftliche Situation geraten viele Menschen in Abhängigkeiten u.a. auch Suchtabhängigkeiten, die ausarten mit Beschaffungskriminalität. Das ist Fakt. Bevor man leichtfertig Dinge in den Raum stellt, sollte man sich damit beschäftigen, wo die Ursachen und Folgen von Abhängigkeiten liegen. Seht doch einmal hin, was Angehörige von Suchtabhängigen durchmachen müssen oder was in den verschiedensten Therapiestätten so los ist. Besondere Eindrücke werden vermittelt, wenn man erstmalig eine Haftanstalt besucht.

    Einzelschicksale sind das nicht, und mit Selbstbestimmung hat das nichts zu tun, wenn die Verleitung zu Anhängigkeiten zunimmt, dazu zähle ich u.a. auch Pokertuniere. Üben mit Spielgeld ist der erste Schritt und ein Zweiter kann folgen.

  63. 63 Hans-Dieter Wege - 31. Januar 2008 um 10:38 Uhr

    “Oh Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun?”
    Herr Dede bringt die Sache doch ganz genau auf den Punkt.
    Man sollte Privates und Partei und Politik niemals vermischen, zumindest nicht dann, wenn man politische Ämter inne hat oder weitere auch anstrebt.
    Andreas Hollweg, der Fraktionssekretär von Herrn Adler, hat mir gestern telefonisch sehr glaubhaft versichert, dass er sich dieser Suchtproblematik gar nicht bewusst war und wohl nur deshalb so falsch reagiert hätte. Andreas nehme ich das einfach mal als wahr ab. Vielleicht sollte er sich aber für seine ungeheuerlichen Vorwürfe, die er hier einigen Kommentatoren gemacht hat, gerade hier auch öffentlich entschuldigen.
    Dieses muss aber in meinen Augen gerade auch für den Ratsherren der Linken und zukünftigen Landtagskandidaten Hans-Henning Adler gelten. Denn dieser dürfte über die Diskussion in dieser Zeitung bestimmt ganz genau informiert sein. Desweiteren muss mindestens er über die potentiellen Suchtgefahren auch eines Pokerspieles schon allein über das Fachwissen seines Sohnes, der ja sogar entsprechende Pokerfachbücher herausgibt, informiert und aufgeklärt gewesen sein.
    Ich finde im Interesse der Oldenburger Bürger, der Suchtbetroffenen und ihrer Angehörigen und um nicht die Arbeit der Suchtbetreuungsstellen zu konterkarieren, aber auch im Interesse der Mitglieder der Linken Oldenburg, sollte er sich schon persönlich für seinen Fehler, auch hier öffentlich in dieser Zeitung entschuldigen. Ich finde dieses müssen die Bürger einfach von einem zukünftigen Abgeordneten einer Linken Partei einfach erwarten dürfen!
    Soweit meine vorläufige abschließende Meinung zu diesem Thema.

  64. 64 andreas hollweg - 31. Januar 2008 um 14:31 Uhr

    Es ist richtig, dass ich einige Argumente nicht ernst genug genommen habe. Spielsucht ist nicht nur für den Betroffenen eine schwerwiegende Beeinträchtigung mit sozialen Folgeschäden, sondern zieht ganze Familien in Mitleidenschaft. Die Beratungsstellen in Oldenburg sind von Oberbürgermeister Schütz so ausgetrocknet worden, dass Spielsüchtige kaum ausreichende Hilfe erhalten.

    Das Argument, soziale Schädigung beginne erst, wenn es um Geld ginge, zählt nur bedingt. Mit so einem Turnier werden nicht nur Freizeitdaddeler, sondern gerade auch die Szene angesprochen, was nicht unproblematisch ist, auch wenn es nur um ideelle Preise ging. Zwar ist das Argument von Franzi richtig, dass man nicht den Alkohol verbieten wird, weil es Alkoholiker gibt, aber etwas mehr Problembewusstsein hätte ich in meinen Kommentaren zeigen können.

    Zu Xenophon: Wir haben einen gleichberechtigten Vorstand, der sich nicht als PR-Agentur von Herrn Adler versteht. Es gab auch Kritik an den Personenplakaten, aber die Mehrheit war der Meinung, dass man dem reinen Personenwahlkampf der etablierten Parteien neben den inhaltlichen Plakaten auch Personenplakate mit Herrn Adler und Herrn Höpken entgegenhalten müsse. Der Wähler wolle wissen, wen er wähle. Herr Adler hat die meisten seiner Personenplakate selbst geklebt und aufgehängt – nicht weil er nicht von der Partei unterstützt würde, sondern weil er einer der Aktivsten war.

  65. 65 Xenophon - 31. Januar 2008 um 15:09 Uhr

    Sehr geehrter Herr Wege,

    der Inhaber der Links-Partei in Oldenburg, Justizrath Hans Henning Adler, wird sich niemals herablassen, mit Untertanen wie Sie es sind und ich es bin, zu reden. Als ehemaliges Mitglied der DKP weiß ich sehr genau, wie man in diesen Kreisen mit dem Fußvolk umging, wenn man zu denen gehörte, die bei Aufmärschen und Demonstrationen den Hut auf dem Kopf behalten durften. Was Andreas Hollweg angeht, so ist er halt die Stimme seines Herrn – und leidet darunter, und deshalb richtet sich meine Kritik niemals gegen ihn persönlich, denn er meint es wirklich ehrlich, ist allerdings in eine ausgesprochen blöde Situation geraten und wird gnadenlos ausgenutzt, aber mehr sollte ich öffentlich nicht sagen. Klaus Dede/Xenophon.

  66. 66 Werner Lorenzen-Pranger - 31. Januar 2008 um 18:07 Uhr

    Meine Güte, Dede! Das wird ja immer schlimmer hier. `Inhaber der Linkspartei´, glauben sie das wirklich???
    Schade, aber dies Forum ist wohl jetzt im Eimer.
    Besetzt von sehr phanatsiebegabten Tagträumern, die jede Wirklichkeit weit, weit hinter sich gelassen haben… :-(
    Entweder sie haben berechtigte Kritik an der Linkspartei, dann schreiben sie das, oder sie hören auf hier zu spinnen. Spinner gibts hier schon genug – geradezu im Dutzend billiger.
    Ach so, bevor das jetzt von irgendeinem Schlaumeier kommt: Ich bin NICHT Mitglied der Linkspartei und gedenke da auch nicht einzutreten.

  67. 67 Fluppenkönigin - 31. Januar 2008 um 19:47 Uhr

    An meinen Fluppenkönig!
    Wenn Du doch schon Hummer spendieren willst, wieso spendest Du dann anstatt der Zigaretten nicht lieber einige Packungen Nikotinpflaster. Das wäre bestimmt ehrlicher und würde besser zum Thema SUCHT passen und wäre bestimmt eines Fluppenkönigs würdiger und passender!

  68. 68 Tony König - 31. Januar 2008 um 21:51 Uhr

    An die Redaktion der Bürgerzeitung,
    ..
    wenn es schon eine Netiquette als Grundvoraussetzung der Kommentierung hier gibt; dann sollte sie bitteschön im entprechenden negativen Fall zur Anwendung kommen. Ich möchte Sie nun bitten Herrn Werner Lorenzen-Pranger nach der erneuten Beleidigung aller hier, als “Spinner”, ihm die Möglichkeit zu entziehen hier weitere Kommentare abzugeben und seinen Benutzeraccount zu sperren! Lorenzen-Pranger wurde wiederholt darauf angesprochen, hatte seine Chance gehabt. Sollten andere Kommentatoren/-Innen mir beipflichten, so würde mich dies freuen. **
    ..
    Gruß,
    Tony König
    ..
    Komm. 66 Werner Lorenzen-Pranger
    Zitat, “„…dann schreiben sie das, oder sie hören auf hier zu spinnen.
    Spinner gibts hier schon genug – geradezu im Dutzend billiger.”
    ..
    Komm. 41 Werner Lorenzen-Pranger
    Zitat, “… Hartz-Betroffene seid Ihr jedenfalls nicht! Eher schon abgehobene Schwadroneure.”
    ..
    Komm. 51 Werner Lorenzen-Pranger
    Zitat, …ob hier in dieser speziellen Diskussion auch Hartz-Empfänger teilnehmen: Wenn ja, dann verstehe ich, wie diese speziellen Personen zu dieser Einkommensart wohl gekommen sein mögen! Wer so neben der Wirklichkeit lebt…”

    ** Anm. d. Ansprechpartner der http://www.buerger-zeitung.de: Herr König, wir werden hier niemanden sperren, beenden aber diese Diskussion, indem wir keine weiteren Kommentare zu diesem Artikel mehr zulassen werden! Eine kleine Begründung dafür haben wir in dem letzten Kommentar (Nr. 72) gegeben.
    Gruß, Simone Busjahn, Ansprechpartnerin der http://www.buerger-zeitung.de

  69. 69 Werner Lorenzen-Pranger - 31. Januar 2008 um 22:16 Uhr

    Tja, Tony König. Bis jetzt bin ich nicht gesperrt, finde es aber interessant, wie hier – ach so “demokratisch gesinnte Leute” wie sie – nach Zensur krähen, wenn sie sich öffentlich lächerlich gemacht haben.
    Ich sags ja: [...]* :o )

    * Anm.: Das in Klammern gestellt wurde von den Ansprechpartnern der http://www.buerger-zeitung.de gestrichen!

  70. 70 Hans-Dieter Wege - 31. Januar 2008 um 23:25 Uhr

    @Tony König: Wenn Herr W.L.-P. fast alle anderen Menschen quasi als “Schwachmaten” abstempelt, so spricht das allein schon für sich. Vielleicht zeugt das von einem ausgeprägten Narzissmus? Und er weist in seinem letzten Kommentar auch ausdrücklich darauf hin, das er kein Mitglied der Linkspartei wäre. Und genau dazu kann man doch der Linken wirklich nur gratulieren!

    Und für sein Benehmen kann er auch nicht gerade als Vorbild für die Jugendlichen empfohlen werden, zumindest meine Kinder sind dieser Meinung.

    Ich möchte es daher ausschließlich der Redaktion dieser Zeitung überlassen, wie sie auf Deine Forderungen reagiert. Ich persönlich lehne nämlich jede Zensur ab und stelle mich jeder Kritik oder Drohung.

  71. 71 Götz Holstein - 1. Februar 2008 um 06:51 Uhr

    Hallo Andreas,

    Ich habe die “Linke” nicht als unsozial gebranntmarkt, und ich sage auch nicht, die “Linke” gehe leichtfertig mit der Suchtproblematik um. Das wäre doch aberwitzig, solches wegen einer schnöden Pokerrunde, veranstaltet von der Linken, zu behaupten. Ich finde diese ganze Diskussion sowieso recht überflüssig. Eine Partei ist zwar kein Freizeitverein, sie sollte aber durchaus auch “Freizeitmöglichkeiten” anbieten, um Menschen, die nicht so ohne weiteres Interesse an Politik haben oder sich vielleicht auch nicht trauen, für bestimmte politische Ziele zu interessieren und sie damit auch an die Partei binden; natürlich fern jeglicher gezielter Indoktrination. Aber dies geschieht ja zum Teil auch, wie ich annehme. Ich habe ebenfalls nicht behauptet, dass Programm der “Linken” sei arrogant und überheblich. Vielmehr fand ich Deine Äußerungen, Andreas, “Hartz IV-Emfänger könnten ja auch ‘ne Packung weniger rauchen” überheblich und sonst nichts. Hartz IV-Empfänger werden eh schon von den Ämtern massiv gegängelt, und da muss man doch nicht noch als Linker daherkommen und in die gleiche Kerbe hauen wollen. Man weiß ja inzwischen, dass Menschen, die arm sind, eine erheblich niedrigere Lebenserwartung haben. Und das hängt natürlich auch mit deren Lebenswandel zusammen. Menschen, die arm sind, rauchen halt mehr, neigen vielleicht auch zu mehr Alkoholkosum. Das schreibe ich aber ihrem mangelnden Selbstwertgefühl und der Perspektivlosigkeit, also ihrem Frust, zu und nicht einem exzessiven Suchtverhalten oder gar einem schlechten Umgang mit Geld. Und selbst, wenn es so wäre, lägen mir solche Vorschläge fern, zu sagen: “Nun rauchen Sie mal weniger, dann können Sie sich auch den Eintritt leisten.” Was soll das?

    Deine politischen Einlassungen bringen substanziell nichts Neues. Wenn Du in diesem Zusammenhang gerne von “Wille und Vorstellung” sprichst, so solltest Du dies näher erläutern. In dieser Kürze, und so einfach nur dahingesagt, lässt sich damit nicht viel anfangen. Ich wüßte auch nicht, was der Wille – nach Schopenhauer wohl als arationaler Grundcharakter der Wirklichkeit verstanden – mit meiner Kritik zu tun haben soll. Willst Du philosophieren? Dann solltest Du Dir einen philosophischen Gesprächskreis suchen. Wenn Du aber über Politik und in Besonderheit über die Politik “DerLinken” reden möchtest, dann kannst Du Deine Unterstellungen getrost sein lassen.

    Auch kann ich mir denken, dass es schwer ist Hartz IV wieder abzuschaffen. Und es ist ja auch überhaupt die Frage, ob man dann zum alten System zurückwollte? Ich möchte das jedenfalls nicht. Aber die “Linke” hat den Leuten schließlich auch nicht versprochen Hartz IV abzuschaffen oder überhaupt abschaffen zu können. Sie hat lediglich bekundet: “Hartz IV muss weg!” Das ist doch wohl ein erheblicher Unterschied. Und ich bin der Auffassung, die “Linke” sollte auch jede Gelegenheit dazu nutzen, gegen Hartz IV zu wettern. Und wenn es auch nur die Möglichkeit gäbe, die Folgen dieses üblen Machwerks Hartz IV für Mensch wenigstens erträglicher zu machen, auch dann hätte ich kein Problem damit zu sagen: “Hartz IV muss weg!” Mehr nicht. Es können sich immer politische Konstellationen ergeben, die in unerwarteter Weise eine grundlegende Politikveränderung möglich machen.

    Wenn es aber so sein soll, wie Du meinst, dann kann man eigentlich gar kein Programm mehr formulieren, denn man kann es ja unter den gegebenen Umständen möglicherweise nicht verwirklichen. Ich nehme mal an, dass Du hier Wirklichkeit begrifflich einfach als Gegenwart fasst. Wir wollen doch Wirklichkeit, die in der Zukunft liegt, verändern, und dafür braucht man ein Programm als Handlungsanleitung. Und wir wollen doch nicht ein Programm einer Wirklichkeit anpassen, ob die in nun vermeintlich in der Zukunft liegt oder noch gegenwärtig ist. Dann solltest Du Wissenschaft betreiben, aber nicht Politik. Und Du kannst doch gar nicht wissen, was die Zukunft bringt. Macht die Geschichte den Menschen oder macht der Mensch Geschichte? Es wird wohl irgendwie beides richtig sein. Glaubst Du, mit der jetzigen SPD wäre eine IGS als Schulform flächendeckend möglich? Und wenn nicht, sollte man diese Schulform deshalb auch gar nicht fordern wollen? Man könnte ja auf Widerspruch und Widerstand stoßen. Sollte man nicht gegen Auslands-Kriegseinsätze der Bunderwehr sein, nur weil das von den etablierten Parteien beschlossene Sache ist, und weil sich das bei einem Politikwechsel – oder weil man schon zu sehr darin verstrickt ist – nicht so reibungslos rückabwickeln ließe? Sollte man seine Programmpunkte vielleicht besser vorab mit den anderen Parteien abstimmen oder vielleicht deren Programme gar abschreiben, damit man auch “Politik” machen kann? Das ist ja schon Defätismus hoch 3. Und Deine Bemerkung: “Weil man ‘Die Linke’ irgendwie nicht mag”, ist anmaßend, Andreas. Du bist nicht allein “DieLinke”. Ich glaub’, da verwechselst Du was. Lafontaine hat einmal gesagt, eine Partei sei nur Mittel zum Zweck. Dem hab ich nichts hinzuzufügen. Bei Dir habe ich aber den Eindruck, dass Du glaubst, eine Partei fände ihren Zweck vor allem in sich selbst. Und dafür sind dann auch gewisse Mittel heilig: selbst programmatischer Stumpfsinn und zur Not auch Defätismus.

  72. 72 Ansprechpartner Simone Busjahn - 1. Februar 2008 um 08:38 Uhr

    Liebe LeserInnen der http://www.buerger-zeitung.de!

    Aufgrund der mittlerweile etwas aus dem Rahmen geratenen Diskussion um dieses Thema und persönlicher Beleidigungen werden wir für diesen Artikel keine weiteren Kommentare zulassen. Wer sich weiterhin austauschen möchte, kann dies tun, indem er einen neuen Artikel einstellt. Desweiteren möchten wir nochmals auf die “Netiquette” hinweisen, die bitte bei Kommentaren berücksichtigt werden sollte. Herzlichen Dank dafür.

    Wir freuen uns auf weitere interessante Themen in unserem Angebot,
    Ihre Ansprechpartner der http://www.buerger-zeitung.de

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